FAQ

  1. Die Darmspiegelung erkennt mit ca. 95 %-iger Sicherheit Tumore oder deren Vorstufen ab einer Größe von ca. 5 mm. Kein in Europa verfügbarer nicht-invasiver Test kann diese Sicherheit bieten.
  2. Wir sind kein Ersatz für eine Darmspiegelung, sondern nur eine Alternative dazu.
  3. Da nur jeder Fünfte im Vorsorgealter zur Darmspiegelung geht, bieten wir hier einen Test für alle diejenigen, die sich keiner Darmspiegelung unterziehen möchten.
  4. Des Weiteren wird eine Darmspiegelung auch nur zweimal (sofern keine Erkrankung festgestellt wurde) von der Krankenkasse übernommen. Dies geschieht zumeist im Alter von 55-65 Jahren. Damit bietet unser Test die Möglichkeit, auch in der Zwischenzeit eine Vorsorge-Leistung nutzen zu können. Wir empfehlen dabei den 3 Jahres Turnus.
  1. Bei ColoAlert plus bekommen Sie Ihr Ergebnis nicht nur schneller (5 statt 9 Tage nach Probeneingang), sondern es wird noch ein weiterer Marker gemessen, der sogenannte Hämo-/Haptoglobin-Komplex. Dieser Komplex kann als weiterer Marker für gastrointestinale Blutungen verwendet werden und hat den Vorteil, länger nachgewiesen werden zu können. Er ist stabiler im Darm als das Hämoglobin alleine, welches im iFOB-Test nachgewiesen wird. Die Sensitivität bei ColoAlert plus ist somit etwas höher, da der Hämo‑/Haptoglobin‑Komplex stabiler als Hämoglobin ist.
  1. KRAS und BRAF sind Gene, die das Zellwachstum regulieren. Wenn hier eine Mutation vorliegt, wird die Zellteilungsrate gestört. Dadurch kann es zu einem teils unkontrollierten Wachstum kommen, das auf längere Sicht zu Krebs führen kann.
  2. In der Literatur sind diese Marker schon länger bekannt und beschrieben.
  3. Veränderungen bei KRAS und BRAF sind bereits in frühen Stadien von Krebs oder dessen Vorstufen erkennbar.
  1. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test nicht. Eine individuelle Anfrage auf Kostenerstattung wird aber dennoch empfohlen. Warum?: Der Test ist seit 2016 auf dem Markt. Krankenkassen brauchen Zeit, um solche Tests in die Richtlinien aufzunehmen (mind. 5 Jahre).
  2. Bei den privaten Krankenkassen ist eine Kostenübernahme in der Regel gegeben. Wir empfehlen, unsere GoÄ Rechnung (GoÄ= Gebührenverordnung für Ärzte) einzureichen und ggf. ein Rezept Ihres Arztes mit dem Vermerk „präventiv“ beizulegen. Wir haben mittlerweile einige positive Rückmeldungen unserer Kunden. Eine 100%ige Garantie können wir Ihnen allerdings nicht gewährleisten.
  1. Der Test besitzt eine Sensitivität von 85%. Diese gilt für alle Darmkrebsarten innerhalb des Kolons. Der überwiegende Teil aller Tumore hat einen Fehler in der Ras-Kaskade, wodurch es zu einem ungehemmten Zellwachstum kommt. Die bei uns im Labor untersuchten Marker KRAS und BRAF sind Teil dieser Kaskade. Unsere Methode erkennt damit jene Darmkrebsarten, die hier einen Fehler haben. Es gibt allerdings auch Darmkrebsarten, die keinen Fehler in der Kaskade aufweisen.
  2. Es werden weitere Marker gemessen, um einen möglichst großen Teil aller Darmkrebsarten zu erkennen:
    1. Wir messen zusätzlich den Hämoglobingehalt im Stuhl (Test auf Blut im Stuhl). Wucherungen (Polypen, etc.) können im Darm Reibungen erzeugen und dadurch Blutungen verursachen.
    2. Ein weiterer Marker ist die Quantifizierung der Gesamtmenge der humanen DNA im Stuhl. Wucherungen im Darm können dazu führen, dass mehr Zellen abgeschilfert werden. Dadurch steigt die Gesamtmenge an DNA im Stuhl.
  3. Es gibt aber auch Darmkrebs, der keinerlei Kontakt zur Darminnenseite hat. Bei dieser Art von Darmkrebs können wir keinen Nachweis erbringen, da keine Zellen ins Darminnere abgetragen werden, die wir untersuchen können.
  1. Sie bekommen das Komplett-Kit für die Probenentnahme kostenlos zugeschickt. Darin befindet sich alles, was sie für die Probennahme benötigen, inklusive einer bebilderten Anleitung. Sie senden dann die Proben in der vorfrankierten Verpackung an uns zurück. Innerhalb von 5 / 9 Tagen erhalten Sie das Ergebnis.
  1. Auf den Gentest haben Medikamente keinen Einfluss.
  2. Hersteller des Okkultbluttestes geben keine Einschränkungen an.
  1. Empfehlung zur 3-jährlichen Wiederholung von ColoAlert. Diese folgt der Empfehlung der FDA (US-amerikanische Gesundheitsbehörde) bzgl. ColoGuard.
  2. Dieser zeitliche Abstand erscheint sinnvoll, da sich das Stadium von Darmkrebs ca. alle drei Jahre verändert.
  3. Bei Patienten mit hohem Risiko sollte die Kontrolle häufiger erfolgen. Dann aber auch besser regelmäßig zur Koloskopie gehen.
  1. Falls die gutartigen Tumore oder Vorstufen wie Polypen die Mutationen im KRAS und oder BRAF Gen tragen, dann ja. Da sie meist sehr klein sind, werden dementsprechend auch viel weniger Zellen abgetragen, die letztlich im Probenmaterial landen und uns für die Untersuchung zur Verfügung stehen.
  2. Die Vielzahl der Tumore entsteht aus vormaligen Polypen oder anderen Entartungen.
  3. Gutartig bedeutet nur, dass sie gut differenzbierbar sind. Breitet sich ein Tumor unkontrolliert in benachbarte Zellschichten aus, spricht man von einem bösartigen Tumor.
  1. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn) ist der ColoAlert Test kontrainduziert.
  2. Bei Durchfall sollte abgewartet werden, bis der Durchfall abgeklungen ist.